Evangelisches Diakonissenhaus Bethlehem

Predigten

Wochenschlussandacht am 23. Juli 2016

Pfarrerin Annegret Lingenberg, Karlsruhe


Wochenspruch: Wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man umso mehr fordern. (Luk. 12, 48)

Matthäus 25, 14 – 30


Liebe Gemeinde, der Wochenspruch, der uns in dieser 9. Woche nach Trinitatis begleiten soll, lautet: Wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man umso mehr fordern.
Das ist eine Sprache, die wir nicht so mögen. Das Wörtchen „fordern“ vermeiden wir nach Möglichkeit, und wenn wir’s gebrauchen, dann doch gleich zusammen mit dem Wörtchen „fördern“, damit es ein wenig abmildernd unterfüttert wird. Aber irgendwie klingt das dann auch gleich wieder nach Hartz 4 oder nach Eingliederung von Asylanten – also kurz: Wir lassen das Wort lieber weg. Und für den Augenblick lassen wir’s auch tatsächlich mal beiseite.


Wochenschlussandacht am 20. Februar 2016

Pfarrerin Annegret Lingenberg, Karlsruhe


Wochenspruch: Gott erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. (Röm. 5, 8)


Liebe Schwestern und Brüder, „Reminiscere“ heißt der Sonntag morgen. „Gedenke!“ Es ist das erste Wort der Antiphon, des Antwortverses, auf den Wochenpsalm. Im vollen Wortlaut: „Gedenke, Herr, an deine Barmherzigkeit und an deine Güte, die von Ewigkeit her gewesen sind.“ (Ps. 25, 6)
Der 2. Sonntag in der Passionszeit mit diesem Namen „Reminiscere“ erinnert uns daran, worin die Barmherzigkeit und Güte Gottes besteht, die von Ewigkeit her gewesen sind. Der Wochenspruch, ein Vers aus der altkirchlichen Epistel für den Sonntag Reminiscere, der dem Sonntag und der 2. Passionswoche ihre Farbe gibt, gibt darüber Auskunft:
Gott erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. (Röm. 5, 8)


Wochenschlussandacht am 22. August 2015

Pfarrer Wolfgang Scharf, Karlsruhe


Wochenspruch: Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen. (Jes. 42, 3)


Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des heiligen Geistes sei mit euch allen!

Liebe Gemeinde!

„Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen.“

Es sind dies Worte, die Ihnen gewiss sehr gut bekannt und vertraut sind. Worte, die eine Hoffnung und Verheißung auf Zukunft in sich tragen. Wünschen wir uns dies nicht in unseren Herzen:
dass da eine Hoffnung lebendig bleibt, auch wenn die Wogen um uns hoch gehen;
dass es dennoch weitergeht, auch wenn uns alle Kraft ausgeht oder manchmal schon längst ausgegangen ist;
dass da etwas bleibt, das uns durchträgt und hält in aller Haltlosigkeit dieser Welt.


Wochenschlussandacht am 9. Mai 2015

Pfarrerin Annegret Lingenberg, Karlsruhe


Wochenspruch: Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet. (Ps. 66, 20)

Johannes 16, 23b – 28 + 33


Liebe Schwestern, liebe Gemeinde,

Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet – so betet im Psalm ein Mensch, der offensichtlich in großen Nöten war, der Gott mit Bitten und Flehen bestürmt hat und der dann Gottes Nähe erfahren hat. Ob sein Gebet in dem Sinne „erhört“ worden ist, dass alle Nöte aufgehoben wurden, das steht nicht da. Dass Gott unser Gebet nicht „verwirft“, muss ja nicht die Erfüllung unserer Wünsche bedeuten.
Und obwohl wir das wissen, ist es nicht ganz einfach für uns, uns die Sicherheit des Psalmisten zu eigen zu machen:
Darf ich z.B. von Herzen danken, dass ich die Stelle bekommen habe? Was ist mit den Mitbewerbern, die das Nachsehen hatten? Darf ich von Herzen danken, dass ich wieder gesund geworden bin – im Wissen um die Mitpatientin im Wartezimmer, die inzwischen ihrer Krankheit erlegen ist?
Und worum genau sollen wir denn bitten in unseren Sorgen? Wissen denn wir, was wirklich gut ist für mich, für den anderen? Soll ich verzweifelt um Heilung bitten, wo ich doch sehr genau weiß, dass die Krankheit unheilbar ist? Ist ein womöglich sehr eingeschränktes Leben für den Kranken und seine Familie wirklich wünschenswert? Oder soll ich um Vertrauen und inneren Frieden oder um ein Wunder beten? Wage ich das zu unterscheiden?
Wage ich betend, Gott Vorschriften zu machen, ihn mit meiner Wunschliste zu bedrängen, wenn ich gar nicht weiß, ob die Erfüllung meiner Wünsche gut ist? Habe ich nicht tatsächlich in meinem Leben schon bisweilen die Erfahrung gemacht, dass Dinge ganz anders liefen, als ich es mir gewünscht hatte – und später, von hinten gesehen, bin ich einen guten Weg geführt worden!


Wochenschlussandacht am 14. Februar 2015

Pfarrer Wolfgang Scharf, Karlsruhe


Wochenspruch: Seht, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten von dem Menschensohn. (Luk. 18, 31)


Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des heiligen Geistes sei mit euch allen!

Liebe Gemeinde!

Wir stehen mitten in der Hochzeit der närrischen Zeit. Zeitungen und Fernsehkanäle sind voll der Übertragungen von Umzügen, die durch die Städte ziehen. Die fünfte Jahreszeitzeit kommt auf ihrem Höhepunkt an. Trubel, ausgelassenes und manchmal auch überbordendes Feiern ist für viele Menschen angesagt.

Feste und Feiern sind ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens. Das ist im Leben unserer Gemeinde so, wenn wir als Christen dem Jahreskreis des Kirchenjahres folgen und in Kürze in die Passionszeit eintreten.

Das ist im privaten Leben so, wenn wir Geburtstage feiern, runde Geburtstage zumal, wie dies in den kommenden Tagen auch hier im Hause Bethlehem der Fall sein wird. Oder wenn wir zu Anlässen wie Taufe, Trauung oder eben auch Beerdigungen zusammenkommen. Auch dies wird ja am Montag der Fall sein.


Wochenschlussandacht am 24. Januar 2015

Pfarrerin Annegret Lingenberg, Karlsruhe


Wochenspruch: Über dir geht auf der Herr, und seine Herrlichkeit erscheint über dir (Jes. 60, 2)

Apostelgeschichte 9, 1 – 19a


Liebe Schwestern und Brüder,
um es gleich vorweg zu sagen: So wie bei Paulus muss nicht Bekehrung verlaufen! So, dass Jesus persönlich direkt vom Himmel eingreift, und zwar so unwiderstehlich, dass dann einfach auch alles ganz klar ist, man sich taufen lässt und flugs anfängt zu predigen (vgl. V.20!). Nein, dies ist keine modellartige Bekehrungsgeschichte. Es geht weder in erster Linie um die betroffene Person, hier noch „Saulus“ genannt, noch geht es um die Psychologie einer Bekehrung.
Es geht um mehr. Das erhellt auch daraus, dass Lukas, der Verfasser der Apg., diese Begebenheit nicht nur einmal und sehr ausführlich erzählt, sondern dreimal: In den Kapiteln 22 und 26 hören wir sie noch weitere zweimal; dort legt Lukas die Geschichte dem Paulus in den Mund, genauso ausführlich und im Einzelnen ein wenig anders – auf Einzelheiten scheint es also nicht anzukommen. Übrigens erzählt auch Paulus selbst davon, nämlich im Galaterbrief!


Wochenschlussandacht am 6. Dezember 2014

Pfarrer Wolfgang Scharf, Karlsruhe

Lukas 21, 25 – 33


Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des heiligen Geistes sei mit euch allen!

Liebe Gemeinde!

Beim Hören des Predigttextes bleiben vor allem die Bilder des Schreckens hängen: Es gibt Zeichen am Himmel von Sonne, Mond und Sternen. Auf der Erde werden die Völker bestürzt und ratlos sein. Die Angst geht um, in der Erwartung der Dinge, die über die Erde kommen.

Angst und Schrecken – bestürzte und ratlose Menschen, zahllose Ereignisse der letzten Monate kommen uns in den Blick. Vulkanausbrüche, gigantische Wintereinbrüche in den USA, Überschwemmungen in verschiedenen Regionen unserer Erde, die drohende Taifungefahr auf den Philippinen, IS Terrror und vieles mehr.

Es kann einem dabei angst und bange werden. Angst davor, dass sich alles verändern wird. Angst davor, dass wir das verlieren könnten, woran unser Herz hängt und auf das wir uns bisher so sicher verlassen haben.
Oft brauchen wir gar nicht so weit zu schauen – die Katastrophen im uns ganz nahen Bereich sind für die, die sie betreffen mindestens ebenso tragisch wie jene weltweiten Ereignisse. Ein Kind stirbt, eine Mitarbeiterin, die gerade noch fröhlich im Kollegenkreis gefeiert hat, ist wenige Tage später tot, eine Ehe geht auseinander, ein tragischer Unfall oder schwere Krankheit brechen ins Leben ein; alles was bislang geordnet war bricht ein und nichts ist mehr so wie es war. Lebensplanungen stürzen zusammen. Dunkelheit umgibt uns.


Wochenschlussandacht am 19. Juli 2014

Pfarrer Wolfgang Scharf, Karlsruhe

2. Thessalonicher 3, 1 – 5


Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des heiligen Geistes sei mit euch allen!

Liebe Gemeinde!

Wir stehen am Vorabend zum 5. Sonntag nach Trintiatis. Einer der vielen durchnummerierten Sonntage des zweiten Halbjahres des Kirchenjahres. Aber auch wenn dieser Sonntag keinen eigenen Namen hat, sondern nur eine Zahl, so hat er doch sein eigenes Thema. Die Bibeltexte für diesen 5. Sonntag nach Trinitatis befassen sich mit dem Thema ‚Nachfolge’.
Warum folgen Menschen Jesus nach? Warum ist ihnen Jesus wichtig?


Wochenschlussandacht am 28. Juni 2014

Pfarrerin Annegret Lingenberg, Karlsruhe


Wochenspruch: Christus spricht: Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken (Matth. 11, 28).

Matthäus 16, 13 – 19


Liebe Schwestern, liebe Gemeinde,

Peter und Paul sind die Beiden, derer am 29. Juni gedacht wird, der Jünger Petrus, von Jesus zu Lebzeiten selbst berufen, und Paulus, der vom Auferstandenen spät Berufene. Beide sollen der Legende nach am selben Tag und am selben Ort, nämlich in Rom, ums Leben gekommen sein, der eine gekreuzigt, der andere enthauptet. Aber dass man ausgerechnet am 29. Juni ihrer gedenkt, das hat einen interessanten anderen Grund: Der 29. Juni war im antiken Rom der Gedenktag der sagenhaften Stadtgründer Romulus und Remus. Und eben diesen Tag hat die junge Kirche „umfunktioniert“ zum Gedenktag der beiden Kirchengründer Petrus und Paulus. Es ist ein Beispiel dafür, wie die Kirche heilige Orte (Kirchen sind häufig über den Trümmern heidnischer Heiligtümer erbaut worden!) und heilige Zeiten des Heidentums sozusagen „getauft“ hat, ihre Erinnerung überdeckt hat mit Zeichen für den neuen christlichen Glauben.


Wochenschlussandacht am 7. Juni 2014

Pfarrer Wolfgang Scharf, Karlsruhe


Wochenspruch: Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der Herr Zebaoth. (Sach. 4, 6)


Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des heiligen Geistes sei mit euch allen!

Liebe Gemeinde!

„Und wenn der Tod uns eine Mahnung in die Seele legt, so ist es das Wort des Vaterunsers: Dein Wille geschehe, wie im Himmel, also auch auf Erden!“, so die Worte, die der katholische Stadtpfarrer August Stumpf von der Stephanskirche an den Gräbern der Toten des Luftangriffs vom 15. Juni 1916 auf Karlsruhe sprach. Während August Stumpf den Fliegerangriff von 1915 noch als Prüfung Gottes interpretierte, führte er in seiner Trauerrede nach dem zweiten schweren Angriff am 22. Juni 1916 aus: „Nicht Gottes Wille war es, der uns dieses Unglück sandte, nein, Menschenhass und Menschentücke haben dieses Leid über uns gebracht.“ Soweit ein Zitat aus der heutigen Ausgabe der Badischen Neuesten Nachrichten.


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