Evangelisches Diakonissenhaus Bethlehem

Predigten

Wochenschlussandacht am 24. Mai 2014

Pfarrerin Annegret Lingenberg, Karlsruhe


Wochenspruch: Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet. (Ps. 66, 20)

Lukas 11, 1 – 4


Liebe Schwestern, liebe Gemeinde,

einer der Predigttexte zum Sonntag Rogate ist das Vaterunser. Allerdings in einer anderen Fassung, als der, die ich eben vorgelesen habe, nämlich aus dem Matthäus–Evangelium, genauer aus der Bergpredigt, deren Mitte das Gebet ist, „das die Welt umspannt“.
Mir ist es lieb zu wissen, dass das Vaterunser uns eben nicht nur in der Bergpredigt überliefert ist, im Zusammenhang mit Ermahnungen, wie man alles und auch das Beten „richtig“ macht.
Im Lukas–Evangelium steht es in einem bemerkenswert anderen Zusammenhang: Lukas berichtet uns, wie Jesus sich einmal zum Beten zurückgezogen hatte „an einen Ort“, d.h. in die Nähe Gottes, fort von den Menschen. Und als er wiederkommt aus dieser Zweisamkeit mit seinem himmlischen Vater, da bitten ihn seine Jünger: „Herr, lehre uns beten!“ So wie Jesus, so wollten sie auch beten können, in dieser tiefen Gemeinschaft mit Gott.


Wochenschlussandacht am 10. Mai 2014

Pfarrer Wolfgang Scharf, Karlsruhe


Wochenspruch: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. (2. Kor. 5, 17)


Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des heiligen Geistes sei mit euch allen!

Liebe Gemeinde!

Angekommen sind wir im Mai. Ob es Ihnen so wie mir geht: ich habe das Empfinden, dass die Zeit nicht nur eilt, sondern rast – oft genug an mir vorbei. Schon wieder Samstag. Der Anfang der neuen Woche in Reichweite. Und wie rasch werden wir wieder in der Mitte der neuen Woche angekommen sein!

An der Natur um uns herum sehen wir die Veränderung. Vor drei Monaten, da sah unsere Umgebung noch ganz anders aus. Ich meine hier nicht die baulichen Veränderungen vor der Haustür von Bethlehem. Vielmehr schaue ich darauf, wie die Natur in den letzten Wochen zu grünen und blühen angesetzt hat. „Die Bäume stehen voller Laub, das Erdreich decket seinen Staub mit einem grünen Kleide ...“, so kennen wir es aus den vertrauten Worten des Paul Gerhardt Liedes ‚Geh aus mein Herz und suche Freud’.


Wochenschlussandacht am 3. Mai 2014

Pfarrer Theo Freyer, Karlsruhe


Wochenspruch: Christus spricht: Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben. (Joh. 10, 11.27.28)

Johannes 10, 11 – 16

„Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe. Der Mietling aber, der nicht Hirte ist, dem die Schafe nicht gehören, sieht den Wolf kommen und verlässt die Schafe und flieht – und der Wolf stürzt sich auf die Schafe und zerstreut sie –, denn er ist ein Mietling und kümmert sich nicht um die Schafe.
Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich, wie mich mein Vater kennt, und ich kenne den Vater. Und ich lasse mein Leben für die Schafe. Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stall; auch sie muss ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte werden.“


Wie unfassbar Gott letztendlich für uns Menschen ist, wird an den vielen Titeln und Begriffen deutlich, mit denen Israel und die Christen bis heute von Gott sprechen, ihre Gotteserfahrungen zum Ausdruck bringen und zu ihm beten. Jeder Titel, jede Anrede sagt nur unzureichend etwas aus von der Herrlichkeit und Allmacht unseres Gottes. Wenn wir von Gott und mit Gott reden wollen, lassen wir uns am besten von Jesus leiten. Er hat uns erlaubt, „Vater unser im Himmel“ zu sagen. In diesem Wort „Vater“ ist die Liebe, Fürsorge und Barmherzigkeit Gottes enthalten, und ich denke es verhält sich ähnlich mit dem Wort „Hirte“.


Wochenschlussandacht am 12. April 2014

Pfarrerin Annegret Lingenberg, Karlsruhe


Wochenspruch: Der Menschensohn muss erhöht werden, damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben. (Joh. 3, 14.15)

Johannes 12, 12 – 19


Liebe Schwestern, liebe Gemeinde,

am Palmsonntag beginnt die Karwoche, unser Gedenken an Jesu Leiden und Sterben. Und diese Woche beginnt mit dem Evangelium vom Einzug Jesu in Jerusalem, in die heilige Stadt, in der sich dann Gottes Heilsgeschichte ereignen wird. Liturgische Kenner wissen, dass die Geschichte vom Einzug in Jerusalem auch am Beginn der ganz anderen Bußzeit steht: Am Beginn der Adventszeit. Auch am 1. Advent ist das Sonntagsevangelium die Erzählung vom Einzug in Jerusalem, der Sonnntagspsalm der 24.: „Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, dass der König der Ehren einziehe!“


Wochenschlussandacht am 29. März 2014

Pfarrer Wolfgang Scharf, Karlsruhe


Wochenspruch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht. (Joh. 12, 24)


Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des heiligen Geistes sei mit euch allen!

Liebe Gemeinde!

Auf den Schwarzwaldhöfen war es – so hörte ich in meiner ersten Gemeinde – Brauch, dass die Bauern das Korn für ihre Aussaat zweifach über den Winter aufbewahrten.
Eine Aussaat lag im Wirtschaftsgebäude des Hofes. Die andere Aussaat lag auf dem Dach der Hofkapelle. Ob dies bei allen Höfen so war – auch bei denen, die kleine Kapellen hatten – vermag ich nicht zu sagen. Der dahinter liegende Sinn war: brannte das Wirtschaftsgebäude ab, dann war wenigstens noch die Frucht für die Aussaat im nächsten Frühjahr gesichert. So auch im umgekehrten Falle. Die Bauern wussten wie wichtig, ja überlebensnotwendig es war, dass sie diese Aussaat sicher hatten, letztlich um zu überleben.


Wochenschlussandacht am 15. März 2014

Pfarrer Theo Freyer, Karlsruhe


Wochenspruch: Gott erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. (Röm. 5, 8)


„Gedenktag für bedrohte und verfolgte Christen“

Markus 12, 1 – 12

Von den bösen Weingärtnern


Zeig uns dein königliches Walten,
bring Angst und Zweifel selbst zur Ruh.
Du wirst allein ganz Recht behalten.
Herr, mach uns still und rede du! Amen.


Der morgige Sonntag soll also ein Gedenktag für heute bedrohte und verfolgte Christen sein. Doch wenn von Christenverfolgung die Rede ist, gehen unsere Gedanken eher in die Vergangenheit. Wir wissen noch vom Religionsunterricht her, dass die Kirche in den ersten drei Jahrhunderten ihrer Geschichte eine Märtyrerkirche gewesen ist, die mal mehr, mal weniger harten Verfolgungen ausgesetzt war.

Und da es in unserer näheren Umgebung eine Reihe von Waldensergemeinden gibt, haben wir auch von den Fluchtwegen der Waldenser im 13. Jahrhundert gehört und je nach dem auch vom Schicksal der Hugenotten im 16. Jahrhundert. Aber das ist alles lange her.

Lebendig ist in unserer Erinnerung dagegen die Kirchenfeindlichkeit der Nazis und der DDR-Regierung. Doch auch diese Jahre sind vorüber; wenn auch die Spuren, die sie hinterlassen haben, noch lange spürbar sein werden.


Wochenschlussandacht am 22. Februar 2014

Pfarrerin Annegret Lingenberg, Karlsruhe


Wochenspruch: Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, so verstockt eure Herzen nicht. (Hebr. 3, 15)

Lukas 8, 4 – 8


Liebe Schwestern, liebe Gemeinde,

„eine große Menge“ war herbeigeeilt zu Jesus. So wie heute manchmal große Mengen herbeieilen in unsere Kirchen – an Heiligabend oder zur Konfirmation oder manchmal bei Beerdigungen. Bunt zusammengewürfelt, mit sehr unterschiedlichen Erwartungen und Bedürfnissen oder einfach nur neugierig.
Jesus stört sich nicht an den unterschiedlichen Erwartungen, auch nicht daran, dass manche vielleicht gar nichts erwarten.
In den Evangelien wird öfter erzählt, dass große Mengen zu ihm kommen. Manchmal heißt es dann: „Und er ließ sie zu sich und sprach zu ihnen vom Reich Gottes und machte gesund, die der Heilung bedurften.“ Ein anderes Mal: „Und sie jammerten ihn, denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben.“ In unserer Geschichte heißt es einfach: „Und er redete in einem Gleichnis.“
Und was er in dem Gleichnis erzählt, ist genau das, was er selber tut: „Es ging ein Sämann aus zu säen seinen Samen.“


Wochenschlussandacht am 15. Februar 2014

Pfarrer Volker Fritz, Waldbronn / Karlsbad


Wochenspruch: Wir liegen vor dir mit unserm Gebet und vertrauen nicht auf unsre Gerechtigkeit, sondern auf Deine große Barmherzigkeit. (Dan. 9, 18)


Liebe Gemeinde,

es geht um das Gebet.
Drei Fragen bzw. Themenkreise möchte ich anhand des Wochenspruches bedenken:
• was ist und was bedeutet für uns Beten?
• wir bitten Gott und flehen zu Ihm – und wenn Gott nicht antwortet?
• wie ist das mit unserem eigenen Zutun?

Was ist und was bedeutet für uns Beten?
Eine alte Legende erzählt:
ein König besuchte einst den alten und gelehrten Mönch Paulinus in dessen Zelle. Er wollte sich bei ihm Rat holen. Staunend stand der König vor der Fülle dicker Bücher und Folianten.
"Ich beneide dich, Paulinus", sagte er, "dass es dir vergönnt ist, die göttliche Weisheit in all diesen gelehrten Werken einzufangen."
"Du irrst", entgegnete der Mönch, und er führte den König in den Stall, wo der Bruder Stallmeister seine Arbeit für ein kurzes Gebet unterbrochen hatte.
"Aus diesen gefalteten Händen", sagte Paulinus, "strömt Gottes Kraft in unsere Welt – nicht aus meinen Büchern."


Wochenschlussandacht am 1. Februar 2014

Pfarrer Wolfgang Scharf, Karlsruhe

Johannes 12, 34 – 36


Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des heiligen Geistes sei mit euch allen!

Liebe Gemeinde!

Am übernächsten Sonntag endet der Weihnachtsfestkreis. Wir treten dann mit dem Sonntag Septuagesimae – 70 Tage vor Ostern – in die Vorfastenzeit ein. Was in evangelischen Kirchen in aller Regel längst geschehen ist wird nun auch in katholischen Kirchen vollzogen. Die Weihnachtskrippen werden erst jetzt – nach Ablauf des weihnachtlichen Festkreises – abgebaut. Entgegen dem Rhythmus und dem Empfinden unserer Zeit leben wir als Christen von etwas her und nicht – wie wir es gesellschaftlich zutiefst verinnerlicht haben – auf etwas hin. Sie werden sich noch daran erinnern können, dass die Wochenkalender vor langer Zeit als ersten Tag der Woche nicht wie heute üblich den Montag, sondern den Sonntag vermerkten. Hier lebte die Erinnerung daran, dass es etwa bei Matthäus heißt: „Als aber der Sabbat vorüber war und der erste Tag der Woche anbrach kamen Maria von Magdala und die andere Maria, um nach dem Grab zu sehen.“

Ganz selbstverständlich war es, dass der Sonntag der erste Tag der Woche war und es nach unserem Verständnis bis heute ist. Wir leben von dem Geschenk Gottes her, das er uns gegeben hat. Wir müssen uns den Tag der Ruhe, die Auferstehung und das ewige Leben nicht verdienen, sondern erhalten es als eine Gabe von Gott. Und mit dieser Gabe, diesem Geschenk gehen wir in die Woche hinein.


Wochenschlussandacht am 25. Januar 2014

Pfarrer Theo Freyer, Karlsruhe


Wochenspruch: Es werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes. (Luk. 13, 29)

Apostelgeschichte 10, 21 – 35 (+ Kontext)


Predigttext für den 3. Sonntag nach Epiphanien sind Verse aus dem 10. Kapitel der Apostelgeschichte. Für deren Verständnis ist es wichtig, dass wir den Textzusammenhang, die Vorgeschichte, kennen, und die verlief so:

In Caesarea lebte ein römischer Hauptmann namens Kornelius, der sehr gottesfürchtig war und täglich zu Gott betete. Welcher Art sein Glaube war, erfahren wir nicht. Vermutlich setzte er seine Hoffnung auf den Gott Israels. Eines Tages hatte Kornelius eine Erscheinung und sah einen Engel Gottes, der zu ihm sprach: „Kornelius, deine Gebete und deine Almosen sind vor Gott gekommen, und er hat ihrer gedacht. Und nun sende Männer nach Joppe (das heutige Jaffa) und lass holen Simon mit dem Beinamen Petrus.“ Diesem Auftrag kam Kornelius umgehend nach und sandte Boten nach Joppe.

Am nächsten Tag bereitete Gott den Petrus in außergewöhnlicher Weise auf diesen Besuch aus Caesarea vor. Als dieser um die sechste Stunde zum Gebet aufs Dach stieg, bekam er Hungergefühle, die ihn in Verzückung geraten ließen, und er sah ein Tuch vom Himmel herabkommen, in dem sich allerlei vierfüßige und kriechende Tiere und Vögel befanden und er hörte eine Stimme, die sagte: „Steh auf, Petrus, schlachte und iss!“ Dagegen wehrte sich der fromme gesetzestreue Petrus. Er habe noch nie etwas Unreines gegessen. Aber die Stimme sagte: „Was Gott rein gemacht hat, das nenne du nicht verboten!“ Das ereignete sich dreimal hintereinander. Petrus aber war ratlos und wusste nicht, was diese Erscheinung bedeuten sollte.

Zwischenzeitlich waren die Boten des Kornelius in Joppe angekommen und fragten nach Petrus. Dem sagte der Geist: „Geh mit diesen Männern, denn ich habe sie gesandt.“ An dieser Stelle des Geschehens beginnt nun unser heutiger Predigttext:


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